Prozessoptimierung und besserer Kundenservice mit Fernauslesung

Assens Wasserwerke und Assens Fernwärme

Neue Optimierungsmöglichkeiten durch häufigere Zählerauslesungen

„Daten sind unendlich wertvoll. Daher lohnt sich eine solch große Investition. Unsere Zählerdaten dienen jetzt nicht mehr nur zur Rechnungslegung. Mit ihrer Hilfe können wir nun auch den Verbrauch analysieren, Störungen beheben und völlig neue Verbesserungspotenziale aufdecken“, so Marc Roar Hintze, CEO von Assens Fernwärme.

Die gemeinsamen Bestrebungen, das Beste aus den verfügbaren Ressourcen zu machen und einen guten Kundenservice zu bieten, brachte die beiden Unternehmen zu einer Kooperation in der netzwerkgebundenen READy-Auslesung von Wasser- und Wärmezählern. Ganz nebenbei konnten so auch die Kosten der Funknetzwerkeinrichtung halbiert und die Vorteile der Lösung verdoppelt werden.

Die neuen fernausgelesenen Wasser- und Wärmezähler senden die Daten stündlich an die Versorgungsunternehmen. So können diese z. B. Rohrbrüche im Verteilungsnetz und schlecht geregelte Systeme schnell erkennen und beheben. Durch die größere Datenmenge kann der Betrieb zudem in Hinblick auf den Druck im Netzwerk, die Durchflusstemperatur, Übertragungsverluste, Sanierung des Verteilungsnetzes usw. beobachtet und optimiert werden. „Dass wir die Zähler jetzt jede Stunde auslesen können, eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten bei der Datenerfassung in Bezug auf eine zu hohe oder zu geringe Kühlung. Außerdem können wir ungewöhnliche Verbrauchszahlen, etwa aufgrund von

Rohrbrüchen, rasch erkennen“, erklärt Marc Roar Hintze, CEO von Assens Fernwärme. 

Der automatische Import von Zählerdaten in Jahresabrechnungen oder bei Umzügen bringt erhebliche Kosteneinsparungen in der Verwaltung mit sich.

Besserer Kundenservice dank Fernauslesung
Durch die automatische Fernauslesung konnten die Versorgungsunternehmen auch den Kundenservice deutlich verbessern. Den Verbrauchern werden absolut genaue Messwerte garantiert und sie müssen die Zähler nicht mehr selbst ablesen. Zudem müssen die Batterien der neuen Zähler erst nach 12 bis 15 Jahren gewechselt werden. Bei den alten Zählern war dies alle 7 Jahre erforderlich. In einigen Fällen konnten die Versorgungsunternehmen ihren Kunden sogar eine zu hohe Wasserrechnung ersparen: „Wir haben bereits einige Kunden kontaktiert und sie auf einen ungewöhnlich hohen Verbrauch hingewiesen. Es ging meist um laufende Toilettenspülungen. In einer leeren Wohnung hätte das aber zu einer enormen Wasserrechnung führen können, wenn das Problem erst mit der Jahresabrechnung ans Licht gekommen wäre.

Auf diese Weise bieten wir einen hervorragenden Service in einem Bereich, der eigentlich in die Verantwortung des Kunden fällt. Unsere Kunden freuen sich und sind uns dafür sehr dankbar“, sagt Anne Lyndorff, Teamleiterin, Assens Wasserwerke A/S. 

Auf lange Sicht ermöglicht die netzwerkgebundene Auslesung mit READy durch eine Reihe von Servicefunktionen eine bessere Einbindung der Verbraucher. So werden sie beispielsweise ihren Verbrauch mithilfe einer App kontrollieren und Textnachrichten erhalten können, wenn ein ungewöhnlich hoher Verbrauch festgestellt wird. Auf diese Weise können sie Lecks in Wasserrohren oder einem Heizkörper schnell aufspüren und proaktiver mit ihrem Wasser- und Energieverbrauch umgehen. „Ich hoffe, dass sich die Kunden langsam stärker mit ihrem Verbrauch auseinandersetzen und sich ihres eigenen Einflusses bewusst werden. Es wäre großartig, wenn sie verstehen lernen, dass sich ihr Verbrauchsverhalten direkt in der Rechnung niederschlägt“, führt Marc Roar Hintze, CEO von Assens Fernwärme aus.

„Die netzwerkgebundene Auslesung mit READy hat auf beiden Seiten des Zählers viel gebracht. Verbraucher erhalten einen besseren Service und wir deutlich mehr Daten, die wir für die Optimierung des Netzes verwenden können.“

Anne Lyndorff, Teamleiterin, Assens Wasserwerke A/S.

Wasserverluste eindämmen und Energieeffizienz forcieren

Beide Versorgungsunternehmen sind sich in Hinblick auf ihre Ziele für die Zukunft darin einig, dass Messungen allein nicht die Lösung sind. Die häufige und genaue Erfassung von Daten ist jedoch die Voraussetzung für fundierte Entscheidungen, die für das Erreichen der Unternehmensziele erforderlich sind.

Effektive Leckortung durch Netzaufteilung
Für Assens Wasserwerke ist die Minimierung von Wasserverlusten im Verteilungsnetz, sowohl heute als auch in Zukunft, ein wichtiger Punkt. Das Verteilungsnetz des Unternehmens ist in neun Bereiche gegliedert. Das Datenanalyse- und Visualisierungsprogramm, der READy Manager, beinhaltet eine Analysefunktion für Wasserverluste, die fortlaufend den Gesamtwasserverlust im Netz bzw. in ausgewählten Bereichen berechnet. Die Funktion gibt einen Überblick über den Netzzustand und ermöglicht es dem Versorger, Leckagen und Rohrbrüche noch früher aufzuspüren.

„Die Netzaufteilung ist für uns ein großer Vorteil, da wir den Bereich für die Lecksuche so deutlich einschränken können. Indem wir die Subzonenzähler auslesen, ermitteln wir den Durchfluss und können ihn mit den Daten der Verbrauchszähler vergleichen. So finden wir schließlich die Bereiche, in denen es Diskrepanzen gibt. Durch die Subzonenmessung haben wir ein deutlich größeres Vorwissen, bevor wir im Außendiensteinsatz auf Lecksuche gehen.

So sparen wir eine Menge Zeit“, betont Anne Lyndorff, Teamleiterin, Assens Wasserwerke A/S. 

Energiesparende Produktion

Eines der Hauptziele von Assens Fernwärme ist die Steigerung der Energieeffizienz durch weiter sinkende Wärmeverluste und Betriebsoptimierungen mittels besserer Kühlung und einer geringeren Durchflusstemperatur. Große Datenmengen sind in dieser Hinsicht sehr wertvoll, da sie direkt in Wissen umgesetzt werden können, das zu einer energieeffizienteren, flexiblen Produktion führt und das Unternehmen auf seinem Weg hin zu einer 100 % ökologischen, umweltfreundlichen Strom- und Wärmeproduktion unterstützt. „Daten sind unendlich wertvoll. Daher lohnt sich eine solch große Investition. Unsere Zählerdaten dienen jetzt plötzlich nicht mehr nur zur Rechnungslegung. Mit ihrer Hilfe können wir nun auch den Verbrauch analysieren, Störungen beheben und völlig neue Verbesserungspotenziale aufdecken“, sagt Marc Roar Hintze, CEO von Assens Fernwärme.

Kooperation mit finanziellen Vorteilen
Assens Wasserwerke und Assens Fernwärme streben jeden Tag nach zukunftsorientierten und nachhaltigen Lösungen für ihre jeweiligen Versorgungsgebiete. Aus einem früheren Pilotprojekt hatte Assens Wasserwerke bereits positive Erfahrungen mit dem Fernauslesesystem READy als Drive-by-Lösung gemacht.

Dank der mobilen Auslesung konnten genaue Zählerdaten schnell und bequem ermittelt werden, ohne den Verbraucher zu stören. Dieser musste den Zählerstand auch nicht mehr selbst ablesen und weitermelden. Die netzwerkgebundene Zählerauslesung war daher nur der nächste, natürliche Schritt, um die Prozesse weiter zu optimieren und einen besseren Kundenservice zu ermöglichen. Die beiden Versorgungsunternehmen beschlossen, bei der Einrichtung eines gemeinsamen Netzwerks für die Fernauslesung von etwa 7.000 Zählern zusammenzuarbeiten. 

Im Rahmen dieser Kooperation schrieben Assens Wasserwerke und Assens Fernwärme das Projekt gemeinsam aus und erwarben zudem gemeinsam die beiden benötigten Großantennen. Die größten Einsparungen für die beiden Unternehmen ergaben sich jedoch aus der Halbierung der Betriebskosten für das gemeinsame Funknetzwerk zur Auslesung der Zähler. 

„Wir wussten, dass wir auf die netzwerkgebundene Auslesung umstellen würden und auch, dass Assens Fernwärme, die mehr oder weniger das gleiche Versorgungsgebiet haben wie wir, auch daran dachten. Eine Zusammenarbeit zur Senkung der Kosten für uns und unsere Kunden lag daher auf der Hand“, erklärt Anne Lyndorff, Teamleiterin, Assens Wasserwerke A/S.

Lösung:

Wasser- und Wärmezähler mit drahtlosem M-Bus
Netzwerkgebundene Auslesung mit READy
Zwei Großantennen (zur Schornsteinmontage)
Zeitrahmen: Pilotprojekt mit mobiler Auslesung im Jahr 2013. Einrichtung des Funknetzwerks im Jahr 2015 mit anschließender Installation der Wasser- und Wärmezähler, die voraussichtlich im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein wird.

Über die Kunden:
Assens Wasserwerke
Circa 3.800 Messpunkte
Jährliche Pumpleistung: ca. 700.000 m³

Assens Fernwärme
Circa 3.300 Messpunkte
Jährlicher Wärmeverkauf: ca. 100.000 MWh
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