Wie Biomasse und Gülle in ein fixes Netzwerk kommen 

Biogas, Fixed Network, Wärmeverlust

Mithilfe eines Fixed Networks können Wärmeverluste unterjährig kontinuierlich kontrolliert und Preise stabil gehalten werden. Die Wärmeverluste unter 25 % zu halten, bringt dem Biogas-Betreiber KWK-Bonuszahlungen.

Wärme aus erneuerbaren Energiequellen bereitzustellen, stellt Biogas-Betreiber, so auch die Nissen Biogas GmbH & Co. KG in Nordhackstedt, vor die Herausforderung großer Investitionen. Um die Effizienz im Bereich der Wärmeerzeugung zu steigern, fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) durch das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) den Ausbau von KraftWärme-Kopplung und regenerativer Wärmeerzeugung. Wesentliche Voraussetzung für die Vergabe: Der betriebsbedingte Wärmeverlust des Wärmenetzes muss unter 25 % liegen. Ansonsten droht ein Verlust der KWK-Bonuszahlungen. 

Anfängliche Wärmeverluste in den Griff bekommen

Der Biogasbetreiber in Nordhackstedt, einer Gemeinde mit 463 Einwohnern im Kreis Schleswig-Flensburg, hat 2012 sein Biogas-Wärmenetz über eine Länge von ca. 6,4 km errichtet und seinerzeit vorausschauend größer angelegt. Anfangs versorgte er nur wenige Haushalte, was zu einer geringen Auslastung mit höheren Wärmeverlusten führte. Von Beginn an hatte das Unternehmen mit den bewährten Wärmemengenzählern MULTICAL® 401 und 402, verbunden mit einer Drive-by-Lösung von Kamstrup, einen Schritt in Richtung Effizienz und Wirtschaftlichkeit gemacht, um schließlich 2016 auf MULTICAL® 403 und das READy Fixed Network von Kamstrup umzustellen. Mittlerweile sind 100 Haushalte und zwei Gewerbebetriebe angeschlossen. Der Betreiber hat jetzt nicht nur einen besseren und kontinuierlichen Überblick über sein Netz. Es ist ihm auch möglich, bei allen Unregelmäßigkeiten, die zu Wärmeverlusten führen könnten, sofort einzugreifen.

Der Experte Matthias Fischer, Netzplaner und Bauleiter, sichtet regelmäßig das System auf Fehlermeldungen. Somit gibt es zu Jahresende keine Überraschungen mehr, da die Wärmeverluste unterjährig kontinuierlich kontrolliert werden.

“Unser Plan ist es, 2020 die gesamte Gemeinde mit unserer, in jeder Hinsicht umweltgerechten Wärmeversorgung  zu erschließen”. Sichtlich zufrieden fährt Fischer fort:  “Das Beste am System von Kamstrup: Es ist einfach,  zuverlässig und verlangt keine technischen Kenntnisse  – einmal installiert, läuft es.”


Matthias Fischer, Netzplaner und Bauleiter, Nissen Biogas GmbH & Co. KG

Die Vorteile auf einen Blick

Das fixe Netzwerk ermöglicht es, die Vorlauftemperatur der Witterung entsprechend so einzustellen, dass Privathaushalte und Gewerbebetriebe stets die optimale Raumtemperatur aufrechterhalten können.

 Zusammenfassend ergeben sich folgende Vorteile:
• laufende Überwachung des Netzes
• Fehlermeldung und Lokalisierung in Echtzeit
• Optimierung des Netzbetriebs
• Minimierung der Wärmeverluste

Und daraus ergibt sich eine Sicherung der KWK-Bonuszahlungen.

Eine Lösung, die in vieler Hinsicht überzeugt

 

Die Gemeinde ist mit im Boot – der Nutzen hat überzeugt

Vor der Installation des Fixed Networks, kontaktierte der Biogas-Betreiber alle Haushalte und informierte sie ausführlich über das Vorhaben und die Vorteile. Alle Bewohner stimmten der Auslesung über ein fixes Netzwerk ausnahmslos zu, da aufgrund der regelmäßigen Überwachung des Netzbetriebs die Preise stabil gehalten werden können. Zudem hat der Verbraucher bei Problemen in seiner Wärmeversorgung die Möglichkeit, den Wärmelieferanten zu kontaktieren. Bei einer Störungsmeldung erkennt der Versorger ohne zeit- und kostenaufwendiges Suchen, ob das Problem im Netz oder bei der Haustechnik des Abnehmers liegt. Eine schnelle Störungsbehebung ist somit gewährleistet.

Wissenswertes

Biogas ist eine besonders vielseitige erneuerbare Energiequelle. Eine kleine Biogasanlage mit einer Leistung von 190 Kilowatt, kann 100 Haushalte mit klimafreundlicher Biogaswärme versorgen. Sowohl Reststoffe – von der Gülle bis zum Biomüll – als auch Energiepflanzen – vom Mais bis zum Schilfgras – lassen sich in der Biogasanlage nutzen. Wärme ist ein Nebenprodukt der Biogasanlagen. Im Jahr 2018 wurden 30 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Wärme in den deutschen Biogasanlagen erzeugt. (Quelle: Broschüre „Biogas Regional. Verlässlich. Klimafreundlich“ vom Fachverband Biogas). 

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