Optimierte Leckageerkennung und datengetriebene Sanierung

Wasserversorger Tønder, Dänemark

Mit dem Analyse-Tool District Analyser hat der Wasserversorger Tønder seine Leckageerkennung in einem besonders herausfordernden Bereich erheblich optimiert. Dank neu gewonnener Erkenntnisse kann das Versorgungsunternehmen seinen Ressourceneinsatz und Wartungsaufwand priorisieren. Darüber hinaus profitieren davon auch die Kunden in Form eines besseren Service.

Bereits anhand des ersten Eindrucks konnte der Wasserversorger Tønder rasch das Potenzial des Analyse-Tools District Analyser für zwei seiner wichtigsten Schwerpunkte erkennen: Wasserverluste und Infrastrukturwartung. Dieses Werkzeug überwacht das Netzwerk und berechnet automatisch tägliche Wasserbilanzen für jedes einzelne Gebiet. Somit erhält der Versorger einen fortlaufenden Überblick über die Wasserverluste.

Zuvor erwies sich die Lokalisierung von Leckagen auf der Insel Rømø als besondere Herausforderung. Dort ist der Boden sehr sandig, sodass normalerweise das Wasser von Leckagen im Erdreich versickert.

„Automatisierung ist die Zukunft“

Seit 2014 nutzt der Wasserversorger Tønder fernauslesbare Zähler, wodurch eine große Menge an Daten zur Verfügung steht. Nach Angaben von Betriebsleiter John Pies Christiansen weckte die Aussicht, das Netzwerk automatisch zu überwachen, das Interesse des Unternehmens. Er sagt: „Die Zahl unserer Mitarbeiter wächst nicht, aber wir erhalten immer mehr Aufgaben. Daher ist Automatisierung für uns die Zukunft.“

In der Vergangenheit wendete das Versorgungsunternehmen viel Zeit dafür auf, mit vielen manuellen Updates Daten in Excel zu exportieren. Mit District Analyser erfolgt dies automatisch. „Wir brauchen ein System, das im Hintergrund läuft und sich selbst verwaltet. Somit müssen wir nur dann Ressourcen einsetzen, wenn wir benachrichtigt werden, dass etwas schiefläuft“, erklärt Betriebstechniker Christian Møller.

Effizientere Leckageerkennung

Zuvor verfügte der Wasserversorger Tønder als Anhaltspunkt nur über jene Zahlen der Pumpstation. Wenn die gesamte Wassermenge für Rømø aufgrund von Erfahrungswerten und den Verlaufsdaten des SRO-Systems hoch war, konnte dies auf eine Leckage hindeuten. Um sie zu lokalisieren, musste das Versorgungsunternehmen in der Nacht, wenn es am wenigsten störte, Straße für Straße durchgehen und manuelle Ablesungen vornehmen. Heute wird die eingespeiste Menge automatisch mit dem Verbrauch in jedem Gebiet verglichen. Auf diese Weise lassen sich die tatsächlichen Verluste einfach kategorisieren.

„Dank District Analyser machen wir uns direkt an die Lokalisierung von Leckagen. Früher konnte es passieren, dass zwei Männer neun Nächte mit dem Aufspüren einer Leckage beschäftigt waren. Eine weitere Woche ging für Vorarbeiten drauf. Heute benötigen wir alles in allem zwei oder drei Tage. Was Zeit und Geld betrifft, so lässt sich einiges einsparen“, sagt John Pies Christiansen. „Es geht darum, herauszufinden, wo wir am effektivsten handeln können – und das erfordert Daten. Durch die Gegend zu fahren und nach einem halben Kubikmeter Ausschau zu halten, ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Und es ist auch nicht sinnvoll, die gesamte Mannschaft zu mobilisieren.“

„Mit dem Überblick, den wir heute haben, können wir zudem sich abzeichnende Entwicklungen identifizieren und proaktiv handeln“, erklärt Christian Møller. Dies bedeutet unter anderem, dass das Versorgungsunternehmen seinen Kundenservice verbessert hat. „Jetzt, da wir sowohl die Daten als auch das Wissen besitzen, fühlen wir uns auch in der Pflicht, beides zu nutzen, um unsere Kunden zu unterstützen.“

Über einen bestimmten Zeitraum zeigte District Analyser eine stetige Zunahme der Wasserverluste in einem der Gebiete an. Das Versorgungsunternehmen überwachte die Situation und fand eine Leckage von 5m3/h um ein Vielfaches schneller als normalerweise.

Ergebnisse von fernauslesbaren Zählern, häufiger Datenerfassung und gezielter Datenanalyse

Priorisierte Rohrsanierung

Dank der detaillierten Informationen von District Analyser lässt sich die Sanierung priorisieren. Das Ganze basiert nun nicht mehr wie zuvor auf dem Alter, sondern auf dem tatsächlichen Zustand der Rohrleitungen. „Wir müssen unsere Ressourcen dort gezielt einsetzen, wo sie den größten Nutzen bringen. Und genau dieses Wissen liefert uns heute District Analyser“, sagt John Pies Christiansen.

Vor kurzem entschloss sich das Unternehmen, die Sanierung eines bestimmten Abschnitts einer Versorgungsleitung zu priorisieren. In dem Gebiet hatte District Analyser seit einiger Zeit eine große Leckage angezeigt, die sich aber aufgrund des sandigen Bodens mit traditionellen Methoden kaum erkennen ließ. Die Ergebnisse sprechen für sich: Die Wasserverluste wurden sofort von 1,8 m3/h auf 0,25 m3/h nach der Sanierung reduziert.

„Dank Water Intelligence machen wir uns direkt an die Lokalisierung von Leckagen. Früher konnte es passieren, dass zwei Männer neun Nächte mit dem Aufspüren einer Leckage beschäftigt waren. Eine weitere Woche ging für Vorarbeiten drauf. Heute benötigen wir alles in allem zwei oder drei Tage. Was Zeit und Geld betrifft, so lässt sich einiges einsparen.“

 

John Pies Christiansen

Ein Tool zur Unterstützung des Betriebs

Für den Wasserversorger Tønder ist District Analyser in erster Linie ein Service-Tool. Das Unternehmen ist unter anderem mit der Benutzeroberfläche äußerst zufrieden. Damit lassen sich die Gebiete einfach planen und aktualisieren, so Servicetechniker Erling Atzen. „Als Techniker habe ich meine Tools lieber in der Hand als auf dem Bildschirm. Aber das hier ist ganz einfach.“

Zum Beispiel weiß das Versorgungsunternehmen inzwischen, wie sich ein offenes Ventil identifizieren lässt, nachdem das System die Aufmerksamkeit auf etwas gelenkt hatte, das sich als offenes Ventil zwischen zwei Gebieten entpuppte. „Jetzt, wo es nicht alleine auf Vermutungen, sondern vor allem auf realen Daten basiert, macht es mehr Spaß, Leckagen aufzuspüren“, sagt Erling Atzen.

Der Wasserversorger Tønder setzt District Analyser verstärkt ein, um auch das Festland abzudecken. Dort ist die Leckageerkennung aufgrund der großen Anzahl an Leitungen ebenfalls eine Herausforderung.
Genau wie auf Rømø besteht das Ziel darin, kleine Gebiete zu schaffen und stündlich Daten im gesamten Netzwerk zu erfassen. Dann kann District Analyser im ganzen Verteilnetz genutzt werden – und die Erwartungen sind hoch.

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