Elektronische Zähler sollen Heizkosten in 1.200 Geschäften reduzieren

Coop A/S, Dänemark

Mithilfe elektronischer Wasser- und Wärmezähler will Coop in fast 1.200 seiner Geschäfte den Energieverbrauch senken und Prozesse optimieren. Zudem dient die Investition dazu, die führende Position des Einzelhandelsriesen beim Energiemanagement zu behaupten.

Coop, Dänemarks größter Einzelhändler für Dinge des täglichen Bedarfs, macht gute Fortschritte beim Rollout von Wasser- und Wärmezählern der Marke Kamstrup in Geschäften, Lagerhäusern und Verwaltungsgebäuden im ganzen Land.

Dies gehört zum ambitionierten Energieprogramm des Unternehmens, mit dem Ziel, den Energieverbrauch bis 2020 um 20 % erheblich zu reduzieren.

Zähler sorgen für Transparenz
Vor allem ermöglichen es die neuen Zähler, die Heizkosten zu reduzieren und sowohl Fehler als auch das Optimierungspotenzial in Geschäften zu erkennen: 

„In einem Lager von circa 4.000 m2 kann der Verbrauch durch energieintensive Geräte extrem hoch sein. 

Doch wir haben keine Möglichkeit, dies festzustellen, denn der Hauptzähler liefert keine Anhaltspunkte“, erläutert Johnny Greve Andersen, EMS-Manager bei Coop.

Außer energieintensiven Installationen gibt es viele Beispiele für kleinere Fehler, die aber auch abgestellt werden müssen.

„Mit den neuen Zählern können wir ermitteln, ob etwas schiefläuft – etwa ein Lüftungssystem, das gleichzeitig kühlt und wärmt. Solche Dinge führen vielleicht nur zu einem zusätzlichen Wärmeverbrauch von 10 kW pro Stunde. Das summiert sich allerdings schnell, wenn dieser Fehler während des gesamten Tages auftritt, und das jeden Tag.“

Darüber hinaus lässt sich auch Geld sparen, indem man Wasserverluste durch Leckagen reduziert und einen ineffizienten Kühlbetrieb, etwa aufgrund eines nicht richtig schließenden Ventils, korrigiert:

„Angenommen, es laufen 1,5 m3 jede Stunde durch. Bei 2 DKK pro Liter ergeben sich somit 72 DKK am Tag, die Sie für Wasserverschwendung bezahlen. Dazu kommt noch der zusätzliche Verschleiß der Rohrleitungen, mehr Energie, um Wasser durch die Leitungen zu pumpen etc. Es gibt also auch viele indirekte Kosten.“

Zudem ist es für Coop wichtig, eine klare grüne Botschaft zu senden:

„Letztlich messen wir, um Einsparungen zu erzielen. Wir wollen aber auch zeigen, dass wir uns in diesem Bereich stark engagieren, denn der Ressourcenschutz liegt uns sehr am Herzen“, sagt Johnny Greve Andersen.

Wenn uns der Durchschnittsverbrauch für die Geschäfte vorliegt, können wir sie miteinander vergleichen und Variablen identifizieren, die entweder zu niedrig oder zu hoch sind.“

- Johnny Greve Andersen

Daten fürs Benchmarking
Außer zur Fehlerbehebung werden die Zählerdaten auch genutzt, um den Energieverbrauch der einzelnen Geschäfte zu vergleichen. Johnny Greve Andersen erklärt: „Wenn uns der Durchschnittsverbrauch für die Geschäfte vorliegt, können wir diesen miteinander vergleichen und Variablen identifizieren, die entweder zu niedrig oder zu hoch sind.“

Coop hat zahlreiche Elektriker darin geschult, jedes Geschäft eingehend unter die Lupe zu nehmen, um herauszufinden, wo Messungen sinnvoll sind. Ein typischer Supermarkt kann ohne weiteres 10 Zähler etwa für Heißwassertanks und Lüftungssysteme erfordern. Deshalb ist jeder Zähler im Coop-System gekennzeichnet, sodass genau ersichtlich ist, was und wo er misst.

„Eine eindeutige Kennzeichnung für jeden Zähler macht die Optimierung sehr konkret. Sie verrät uns zum Beispiel, ob Drehtüren effizienter sind als Schiebetüren mit einem Warmluftmantel (ein kontinuierlicher Luftstrom im Eingangsbereich, auch als Torluftschleier oder Luftvorhang bezeichnet). 

Andernfalls wäre es im Grunde Rätselraten“, sagt Johnny Greve Andersen. Im Laufe der Zeit werden die vielen Zählerdaten auch die Basis für andere Optimierungen bilden.

Erfahrener Subunternehmer
Während für das allgemeine Design von Coops neuem Energiemanagement-System Honeywell Belgium verantwortlich zeichnet, hat Coop sich speziell für die Ultraschall-Wasser- und -Wärmezähler von Kamstrup entschieden. Die Software wird von Danish Energy Data bereitgestellt, und die Installation wird von drei anderen Subunternehmen durchgeführt.

Für den Installationsprozess waren Absprachen mit mehreren externen Unternehmen bezüglich einer großen Anzahl von Gebäuden notwendig. Daher ist ein zuverlässiger und flexibler Zähleranbieter extrem wichtig, wie Johnny Greve Andersen erläutert: „Es wäre schön, wenn alles so gut klappen würde wie die Zusammenarbeit mit Kamstrup. Das Unternehmen zeichnet sich insbesondere bei der Nachverfolgung aus und ist zudem hochflexibel, wenn wir etwa eine Lieferung neu planen müssen. Vom ersten Tag an hat alles reibungslos funktioniert.“

Es wäre schön, wenn alles so gut klappen würde wie die Zusammenarbeit mit Kamstrup.

- Johnny Greve Andersen

Individuelles Qualitätsprodukt
Es gab mehrere Gründe für die Wahl von Kamstrup Zählern, dabei war die Qualität ein zentraler Punkt. „Wir haben uns in erster Linie wegen der bedingungslosen Qualität für Produkte von Kamstrup entschieden“, sagt Johnny Greve Andersen, der bereits in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen mit Kamstrup gemacht hat.

„Als Verantwortlicher für die Zähler in 1.200 Geschäften muss ich sichergehen können, dass die vereinbarte Leistung geliefert wird. Kamstrup bietet wirklich gute Produkte, auf die man sich verlassen kann“, fährt er fort und hebt die starke Serviceabteilung von Kamstrup hervor, die im Falle eines Problems immer schnell weiterhilft.

Außerdem war für Coop das eigene Logo auf den Zählern wichtig. „Wir wollten unseren eigenen „Hauptzähler“ in allen Geschäften, denn dann ist es unser Zuständigkeitsbereich. Mit dem Namen Coop auf unseren Zählern gibt es daran keinen Zweifel, wenn das Versorgungsunternehmen vorbeikommt, um einen der Zähler auszutauschen.“

Positive Zahlen
Mit seinem Energieprogramm will Coop seinen gesamten Energieverbrauch bis 2020 im Vergleich zu 2014 um 20 % reduzieren.

Es gibt ein Gesamtziel für Strom, Wasser und Wärme, wobei die Einsparungen von Strom bei weitem den größten Teil ausmachen.

Bei Wasser und Wärme geht es darum, Verluste zu minimieren, und es ist spannend, diesen Prozess zu begleiten, wie Johnny Greve Andersen schildert:

„Es dreht sich alles immer um die Frage: Was können wir anders oder besser machen? Außerdem multiplizieren sich angesichts von fast 1.200 Geschäften selbst die kleinsten Einsparpotenziale. Wir sind äußerst zukunftsorientiert und bestrebt, weitere Optimierungsmöglichkeiten zu finden, um sie dann in allen Geschäften einzuführen.“

Über das Projekt

Lösung:

  • 2.000 Wasserzähler, MULTICAL® 21 und flowIQ® 3100
  • 2.000 Wärmezähler, MULTICAL® 403 und MULTICAL® 602

Zeitrahmen:

  • Kontinuierlicher Rollout über 24 Monate ab Mai 2017
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