50 % Einsparungen beim Wasserverbrauch dank individueller Messung

ALBOA Wohnungsbaugenossenschaft, Aarhus (Dänemark)
"Eine gemeinsame Abrechnung motiviert nicht gerade zu einem effizienteren Verbrauchsverhalten. Wir können das in den Wohnsiedlungen sehen, die nun über individuelle Wasserzähler verfügen. Während sich die Bewohner zuvor keine Gedanken darüber gemacht haben, zeigen sie danach ein deutlich größeres Interesse. Sie werden sich bewusster, dass es jedes Mal Geld kostet, wenn sie den Wasserhahn aufdrehen. Das ist reines Verbraucherverhalten."

Niels Munthe, Energy Manager bei ALBOA.

Energiesparende Verbraucher

Die öffentliche Wohnungsbaugenossenschaft ALBOA wurde am 1. Januar 2011 aus dem Zusammenschluss zwischen drei Wohnungsbaugenossenschaften in und um Aarhus gegründet. Durch diese Fusion ist ALBOA nun verantwortlich für die Verwaltung und Vermietung von ungefähr 7.000 Wohnungen in 80 Wohnsiedlungen. Der Großteil der Wohnungen befindet sich in mehrstöckigen Gebäuden, die zwischen Ende der 1950er und Beginn der 1970er Jahre gebaut wurden. Desweiteren enthält das Portfolio aber auch moderne Gebäude, wie etwa niedriggeschossige Reihenhäuser. Dazu sind in jüngerer Zeit einige neue Niedrigenergie-Wohnsiedlungen hinzugekommen, und etliche dieser Wohnungen erfüllen bereits die Energieanforderungen für 2020.

Der Hauptunterschied zwischen den einzelnen Wohnsiedlungen spiegelt sich nicht nur im Wohnungsbestand wider. Auch durch die Art der Wasser- und Energiemessung zeigen sich Unterschiede. Heute sind in zirka einem Drittel der 80 Siedlungen von ALBOA Wohnungs-Wasserzähler installiert, während in einem weiteren Drittel keine installiert sind. Das restliche Drittel wird direkt durch das Versorgungsunternehmen abgerechnet.

"Wir haben keine speziellen Energie- und Klimaziele bei ALBOA festgelegt. Wir können einige Initiativen starten und die Energieeffizienz in die richtige Richtung lenken, aber am Ende sind es die Bewohner, die entscheiden und dafür bezahlen. Natürlich wollen viele unserer Mieter auch tatsächlich umwelt- und energiebewusst sein. Generell ist der Energieverbrauch von ALBOA in den vergangenen Jahren gesunken. Wir engagieren uns außerdem ständig in Energieprojekten. Das können Investitionen in neue Fenster, die Isolierung und die Renovierung von Installationen sein“, sagt Niels Munthe.

"Eine Wohnsiedlung mit 156 Vermietungen hat nach der Installation von Unterzählern mehr als 50 % des Wasserverbrauchs eingespart. Die Ersparnisse belaufen sich auf rund 6.000 Kubikmeter. Letztlich profitieren die Mieter somit durch jährliche Einsparungen von zirka 300.000 dänischen Kronen (DKK)." (= ca. 40.000 EUR) 

Niels Munthe, Energy Manager bei ALBOA.

Individuelle Messung ist zu 100 Prozent sinnvoll

Obwohl die individuelle Wassermessung für alle Beteiligten vorteilhaft wirkt, räumt der Energy Manager ein, dass der Rollout in allen Wohnhäusernder Wohnungsbaugenossenschaft doch nicht ganz so einfach ist. Jede Investition erhöht die Miete, weshalb es für die Bewohner eine finanzielle Entlastung geben muss. Daher führt ALBOA genaue Wirtschaftlichkeitsrechnungen durch, ehe Wohnungszählerinstalliert werden. Der erzielte Effekt kann sich zudem von Wohnsiedlung zu Wohnsiedlung und von Wohnung zu Wohnung gravierend unterscheiden.
Die Erfahrung aus den ersten Jahren mit individueller Messung zeigt aber, dass diese gut angenommen wird, sobald sie in Betrieb ist.

"Das ist zu 100 Prozent sinnvoll und etwas, das die meisten Menschen verstehen können. Auf diese Weise zahlen sie zum Beispiel nicht für den Nachbarn mit, der sich viermal am Tag ein Bad gönnt. Natürlich sind einige etwas überrascht, wenn die erste Rechnung eintrifft. Doch selbst jene mit einem extrem hohen Wasserverbrauch reduzieren ihren Verbrauch erheblich, sobald bei ihnen ein Wasserzähler installiert wurde“, erklärt Niels Munthe.
Laut dem Energy Manager von ALBOA werden in den kommenden Jahren immer mehr Wohnsiedlungen den individuellen Verbrauch messen.

"Ich erwarte, dass in den nächsten Jahren in vielen Wohnhäusern Zähler installiert werden. Teils lässt sich das darauf zurückführen, dass wir die älteren Leitungssysteme sanieren müssen, und teils auf eine neue EU-Richtlinie, die für 2017 erwartet wird und langfristig eine individuelle Messung vorschreibt“, sagt Niels Munthe.

Lösung

  • 660 Wasserzähler des Typs MULTICAL 21
  • 401 Wärmezähler des Typs MULTICAL 401
  • Fernauslesung von Zählern

Zeitrahmen: Seit 2000 laufendes Projekt
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