„Alles dreht sich darum, den Verbrauch sichtbar zu machen.“

Kontrolle des Wasserverbrauchs

Undichte Stellen frühzeitig erkennen

Das Wasserwerk im dänischen Strib, eine Stadt mit ca. 5.000 Einwohnern und 1.700 Wasseranschlüssen, spart durch die Installation von elektronischen Wasserzählern und einem stationären Zählerfernauslesesystem kostbares Trinkwasser.

„Wir haben keine unbegrenzten Trinkwasserressourcen. Es ist daher wichtig, den Verbrauch ständig im Auge zu behalten und unseren Kunden dabei zu helfen, ihren Verbrauch aus freien Stücken zu regulieren“, so Anton Petersen, Vorsitzender des Strib Wasserwerks.

1986 wurden in Strib erstmals Wasserzähler installiert. Die Stadt verbrauchte damals 390.000 m³ Wasser.

Zwei Jahre später hatte sich der Verbrauch um 30 % auf 270.000 m³ reduziert.

Nun bringt Strib die Zählerauslesung auf ein vollkommen neues Niveau und optimiert dabei seine Prozesse. Ziel ist es, Wasser zu sparen und den Kunden einen besseren Service zu bieten.

Die Verbrauchsdaten der Wasserzähler werden direkt an den Computer des Wasserversorgungsunternehmens übertragen. Von dort aus erhält der Wasserversorger täglich Aktualisierungen der Verbrauchsdaten und kann diese direkt in sein Fakturierungssystem exportieren, ohne zusätzliche Kundeninformationen hinzuzufügen.


Vor allem aber bietet das Zählerfernauslesungssystem dem Wasserversorgungsunternehmen Zugang zu detaillierten Informationen über den Wasserverbrauch. Undichte Stellen und andere Auffälligkeiten werden so frühzeitig erfasst.

Alle Zähler werden monatlich ausgelesen. Die Verbrauchsdaten werden den Kunden online zur Verfügung gestellt.
„Wir verfolgen damit zwei Ziele“, sagt der Vorsitzende. „Wir müssen dem Kunden Informationen über potenzielle Wassereinsparungen bieten. Und wir als Wasserversorger müssen kontrollieren können, wo das Wasser im System fließt.“

„Wir müssen dem Kunden Informationen über potenzielle Wassereinsparungen bieten. Und wir als Wasserversorger müssen kontrollieren können, wo das Wasser im System fließt.“

Vorsitzender Anton Petersen, Strib Wasserwerk

Transparenz und Genauigkeit

Präzise Daten garantieren besseren Kundenservice

Die Überwachung des Wasserverbrauchs zur Optimierung des Services wie auch der Netzleistung – das war der ausschlaggebende Faktor bei der Entscheidung des Wasserwerkes Strib für eine stationäre Zählerauslesung. Anton Petersen berichtet von dem Fall einer Jahresauslesung, die einen Überverbrauch von mehr als 1.000 m³ aufgedeckt hat. Dieser Fall wurde sogar vor Gericht ausgefochten.  

„Wir müssen mit Hilfe regelmäßiger Zählerauslesungen sowie Sofortwarnungen im Falle von Leckagen verhindern, dass sich solche Fälle häufen.“ Monatliche Zählerauslesungen sorgen für genaue Abrechnungsdaten, basierend auf dem tatsächlichen Verbrauch.

Noch wichtiger ist jedoch, dass das Wasserwerk dank der Echtzeitinformationen die Wasserversorgung täglich überwachen kann.

Tägliche Kontrolle unterstützt die Fehlersuche und ist eine solide Datengrundlage zur Optimierung der Netzleistung.

Der erste Anstoß für einen Austausch der Wasserzähler ergab sich durch die Schwierigkeit, Wasserzähler in Schächten auszulesen. Es war eine enorme Herausforderung, die Verbrauchsdaten dieser Zähler zu erhalten und im Winter waren die Decken oft festgefroren.

Daher bietet der Wasserversorger seinen Kunden ein Display an, das mit dem Wasserzähler verbunden ist. Das Display wird im Gebäude angebracht, sodass der Kunde seinen Verbrauch in Echtzeit verfolgen kann. So werden etwaige Lecks aufgezeigt. Eine Leckwarnung kann durch viele Faktoren ausgelöst werden, von einem undichten Wasserhahn bis hin zu einem Wasserrohrbruch.

Mehr Service bei geringeren Kosten

„Für die Kunden entstehen keine höheren Kosten, sie erhalten lediglich einen besseren Service. Unsere Kunden müssen keine Zähler mehr ablesen und wir sparen Kosten sowie Verwaltungsaufwand für die manuelle Zählerablesung ein. Angesichts des gegenwärtigen Wasserpreises ist Wassersparen definitiv auch für Privathaushalte interessant.“

Vorsitzender Anton Petersen, Strib Wasserwerk

Plug-and-Play-Lösung

Automatische Zählerauslesung über Radio Link-Netzwerk

Die automatische Zählerauslesung, genannt RadioLink-Netzwerk, ist eine drahtlose Infrastruktur, die Daten diverser Verbrauchszähler (Wasser, Wärme, Kälte und Strom) über eine Wireless-M-Bus-Funkkommunikation mit offenem Protokoll zusammenführt.

Die RadioLink-Lösung wurde als einfaches Plug-and-play-System zur automatischen Zählerauslesung gewählt und erfordert nur wenige Komponenten und ein Mindestmaß an Konfiguration.

Das Datenmanagementsystem ermöglicht es dem Unternehmen, Kundenprofile zur Analyse zu extrahieren und den Verbrauch einzelner Haushalte zu vergleichen.

Die intelligenten Wasserzähler nutzen das sehr präzise Ultraschall-Messprinzip. Ein Datenlogger speichert die Verbrauchsinformationen und die elektronischen Zähler sind so programmiert, dass sie bei abweichenden Verbrauchsmustern Warnungen abgeben. Obwohl sie elektronisch sind, sind die Wasserzähler ohne Leistungsabfall schmutz- und wasserresistent.

Wasserwerk Strib, Dänemark

Lösung:

- 1700 intelligente Wasserzähler: 

Kamstrup MULTICAL 21, elektronische Wasserzähler mit Ultraschall-Messprinzip.

- Automatische Zählerablesung über RadioLink – drahtlose Kommunikationsinfrastruktur, Plug-and-Play-System Wireless M-Bus Funkkommunikation mit offenem Protokoll.

- Wasseranzeige: Water Ensemble von GEO, drahtlose Kommunikation mit dem Kamstrup Wasserzähler.

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