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Wärmezähler dienen als empfindliche Sensoren im Fernwärmenetzwerk

Seit dem Vorfall mit defekten Nebenstellen in Pirmasens werden von den Wärmezählern nun Minutenwerte zwecks Netzwerkverwaltung ausgelesen.

Automatisiertes Netzwerk-Management

2012 stand Herr Volker Weiland, Abteilungsleiter der Stadtwerke Pirmasens, vor einem großen Problem, das das Fernwärmesystem der Stadt fast zum Erliegen brachte.

Starke Steigerungen

Sprunghafte Anstiege des Durchflusses drohten, das Fernwärmenetzwerk zu überfordern und die Versorgungssicherheit in anderen Teilen des Netzwerks zu gefährden.

Um eine Lösung zu erarbeiten, musste zunächst die Fehlerquelle identifiziert werden, und dazu war eine gründliche analytische Untersuchung erforderlich.

Für die Analyse benötigte Herr Weiland eine detailgetreue Aufzeichnung, die zeitlich begrenzte Höchstwerte dokumentieren konnte. Dank der sehr 

guten Zusammenarbeit mit dem Zählerhersteller und einer äußerst genauen Fehleranalyse konnte das Problem gelöst werden.

Fehlersuche

Herr Weiland vermutete gleich, dass es sich um einen technischen Fehler in der Wärmeübergabstation handelt, weil sehr kurze Sprünge keine regelungstechnische Anforderungen sind.

Die ersten Besuche bei in Frage kommenden Kunden blieben ergebnislos, da die Kunden hydraulische Probleme zurückwiesen.

Eine gründliche Fehlersuche wurde eingeleitet, angefangen mit den Auslesewerten des Datenloggers der Wärmezähler.

Der Zähler registrierte den Verbrauch in spezifischen Intervallen und ermittelte so die Verbrauchsmuster. Aber auch dies blieb erfolglos. Die Konfiguration der Wärmezähler ließ nur das Auslesen von Stundenwerten zu, und da es sich bei Stundenwerten um Durchschnittswerte handelt, blieben die temporären extremen Verbrauchsspitzen ungeklärt.

Stadtwerke Pirmasens sind seit 1996 ein Kunde von Kamstrup. Die Ultraschall-Zähler sind vollkommen verschleißfrei und zählen genauer als Flügelradzähler. Rückblickend ist festzustellen, dass seit 20 Jahren keine Probleme mit Kamstrup-Zählern aufgetreten sind. Nach einer Überprüfung werden alle Zähler wieder eingesetzt; sie sind bereits seit 15 Jahren im Einsatz.

„Mit leistungsstarken Zählern und Fernauslesung verfügen wir nun über ein optimales System für eine effektive Netzwerkverwaltung.“ 

Volker Weiland, Abteilungsleiter, Stadtwerke Pirmasens, Deutschland

Die Lösung

Automatisierte Zählerablesung von Minutenwerten

Aufbereitung der Wärmezähler

Für eine detaillierte Einsicht in die Verbraucherseite wurden zehn ausgewählte Wärmezähler vom Typ MULTICAL 602 jeweils mit einem programmierbaren Datenlogger und einem GSM-Modul ausgestattet. Der programmierbare Datenlogger sollte Minutenwerte speichern und so ein extrem feinmaschiges Verbrauchsprofil ermitteln. Mit 1440 Minuten am Tag wurde mit dieser Methode eine riesige Datenmenge generiert.  Die gespeicherten Daten mussten daher einmal am Tag in einem Datenpaket drahtlos über das mobile Netzwerk an das öffentliche Versorgungsunternehmen

gesendet werden. Dort wurden sie automatisch ausgelesen und von der Software ausgewertet.

Durch die sehr detaillierte Grafik, konnte Herr Weiland jetzt den betroffenen Kunden den Nachweis erbringen, dass es ein Problem in der Fernwärmeübergabestation gäbe und dass das primäre Motorventil ausgetauscht werden müsse.

Ein optimales System zur Netzwerkverwaltung

Seit diesem Vorfall werden Minutenwerte nun von allen Hauptkunden fernausgelesen.

Herr Weiland erklärt: "Die manuelle Auslesung ist sehr zeitaufwendig und bei einer Fehleranalyse nicht zielführend. Unsere größte Herausforderung als Fernwärmeversorger ist, die Heizwerke wirtschaftlich zu fahren. Wir müssen daher genau wissen, was bei der Kundenabnehmerseite passiert. Mit den leistungsstarken Zählern und der Fernauslesung haben wir jetzt ein optimales System um eine wirksame Netzkontrolle auszuführen. Hilfreich sind unter anderem Lastprofile, Spitzenwerte, Rücklauftemperaturen und aktuelle Zählerstande. Damit nutzen wir auch die volle Kapazität der Zähler für unsere  Netzoptimierung aus und können unseren Kunden eine Energieberatung und Informationen über eine optimale Einstellung der Kundenanlagen geben.“

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